Diakoniestudiengänge

Robin (22)

„Ich lerne, mich auf Menschen einzulassen.”

Robin studiert Soziale Arbeit und Diakonik an der Fachhochschule der Diakonie in Bielefeld.

Diakoniestudiengänge kombinieren Theorie und Praxis

Portrait von Bachelorstudent Jonas
© privat

Diakonik-Student Jonas: "Die Basis meiner Arbeit ist der Glaube."

Zuerst hat Jonas nach seinem Realschulabschluss Tischler gelernt. "Dann habe ich gemerkt, dass ich gern viel mehr mit Menschen arbeiten will", erzählt er. Seine Wahl fiel auf den Bachelorstudiengang Diakonik an der Ev. Hochschule Nürnberg.

"Die Basis meiner Arbeit ist der Glaube", sagt der 25-Jährige. Es klingt tatsächlich wie eine Berufung. Diakoniestudiengänge heißen zum Beispiel auch "Bachelor Diakonie im Gemeinwesen", "Bachelor Gemeindediakonie" oder "Bachelor Soziale Arbeit und Diakonie". Ganz typisch für das Studium ist, dass ein sozialer Fachberuf wie Erzieher oder Heilerziehungspfleger mit dem theologisch-diakonischen Bachelorabschluss kombiniert wird.

Auf einen Blick

  • Diakon/in kannst du durch eine Ausbildung oder das hier beschriebene Studium werden
  • Voraussetzung: je nach Hochschule Realschulabschluss plus abgeschlossene Erstausbildung in einem Sozial- oder Pflegeberuf oder (Fach)Abitur
  • Diakone arbeiten in der kirchlichen Jugend- und Gemeindearbeit oder in diakonischen Einrichtungen
  • Berufseinsteiger/innen mit Bachelorabschluss verdienen bei der Diakonie je nach Bundesland und Tarif: 2.950 bis 3.320 Euro

Passt der Beruf zu mir?

Das Sandwich-Prinzip

Jonas' Studium dauert insgesamt sechs Jahre - weil auch eine praktische Ausbildung dazugehört. Jonas macht sie am Studienzentrum Rummelsberg in Schwarzenbruck. "Das ist eine perfekte Symbiose", findet der 25-Jährige, der schon seit seiner Jugend in seiner Kirchengemeinde aktiv ist. Den Aufbau erklärt Pfarrer Dr. Ulrich Schindler vom Studienzentrum Rummelsberg gern mit dem "Sandwich-Prinzip": "Zwischen den beiden Brötchenhälften, also den zwei diakonisch-theologischen Studienphasen am Anfang und am Ende, liegt wie eine Scheibe Käse die dreijährige Fachausbildung." Im einjährigen Grundseminar lernt man theologische, praktische und persönliche Grundlagen der Diakonik kennen. Im drei- oder viersemestrigen Oberseminar nach der Fachausbildung vertieft Jonas seine Kenntnisse in Theologie und Diakonik und muss dann seine Bachelor-Arbeit schreiben.

Pfarrer Schindler ist sicher, dass Jonas mit dem Bachelorabschluss bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben wird: "Es gibt heute viele Stellen, für die ein Studienabschluss verlangt wird!" Außerdem wird Jonas vom Gehalt her mit anderen kirchlichen Berufsgruppen wie Religionslehrern oder Kirchenmusikern gleichgestellt sein – finanziell ist das auf Dauer ein Vorteil. Jonas kann sich vorstellen, irgendwann weiterzustudieren. "Aber erst will ich ein paar Jahre arbeiten und Berufserfahrung sammeln", sagt er. Infrage kämen danach die Masterstudiengänge Diakoniemanagement oder Diakoniewissenschaft. "Aber nur neben dem Beruf", betont der 25-Jährige, "Damit mir die Lebendigkeit erhalten bleibt!"

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