Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in

Katharina (22)

„Das ist mein Traumberuf.”

Katharina lernt im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus-Speyer.

Kinderkrankenpflege ist anders als viele denken

Profilaufnahme Regina
© privat

Kinderkrankenpflegerin Regina: "Jeder Tag ist anders"

Den ersten Tag auf der Kinderstation des Klinikums Fürth wird Regina nie vergessen: Ärzte eilten zur Visite, Schwestern huschten über die Flure, in einem Krankenzimmer tobten Kinder herum. Viel Zeit zum Eingewöhnen blieb Regina nicht, sie wurde sofort zum Windelwechseln eingespannt! Seit diesem Tag sind knapp zwei Jahre vergangen. Inzwischen darf Regina viel mehr als Babys wickeln.

Zu ihren Aufgaben gehört: Blutwerte messen, Kinder zum Arzt bringen, Kinder waschen, Frühstück servieren, Medikamente verteilen, Ansprechparterin für die Eltern sein, aber auch jede Menge Papierkram.

"Die Ausbildung ist beliebt, aber viele junge Bewerber wissen leider gar nicht, was auf sie zukommt", sagt Gabriele Fley, Reginas Ausbilderin am Klinikum Fürth. Drei Jahre lang arbeiten die angehenden Kinderkrankenpfleger in der Klinik - im Schichtdienst und auch an Feiertagen. Sie sehen Kinder mit den verschiedensten Krankheiten von Asthma bis Leukämie und werden mit Heimweh und manchmal tragischen Schicksalen konfrontiert. "Das belastet viele junge Leute", sagt Gabriele Fley. Dazu kommt die Theorie. Regina hätte nicht gedacht, dass sie neben der praktischen Arbeit seiteweise Anatomie (Körperkunde) oder Pflegeanweisungen auswendig lernen muss!

Auf einen Blick

  • Kinderkrankenpfleger arbeiten in Krankenhäusern, Kinderkliniken, Kinderheimen, Facharztpraxen, Pflegediensten
  • Die Ausbildung dauert 3 Jahre
  • Vorraussetzung: je nach Bundesland mittlerer Schulabschluss oder Hauptschulabschluss plus 2-jährige Ausbildung oder 1-jährige Ausbildung als Krankenpflegehelfer
  • Ausbildungsvergütung bei der Diakonie je nach Ausbildungsjahr, Bundesland und Tarif: 780 bis 1.217 Euro (Stand 08/2018)
  • Berufseinsteiger/innen bei der Diakonie verdienen 2.428 bis 2.910 Euro (Stand 08/2018)

Passt der Beruf zu mir?

Schwere Nachtschicht mit Happy End

Natürlich gibt es auch schiwerige Situationen. Eine Nachtschicht ist Regina besonders in Erinnerung geblieben. Am späten Abend hatte sich der Zustand eines kleinen Jungen ziemlich schnell verschlechtert. "Der sah ganz komisch aus!" Schließlich entschieden die Ärzte, das Kind auf die Intensivstation zu verlegen. Regina und die anderen Krankenschwestern machten sich Sorgen. Hätten sie schneller reagieren müssen?

Aber die Geschichte ging gut aus. War das eine Freude, als der kleine Junge zurück auf die Kinderstation kam! "Ich musste erst lernen, Distanz aufzubauen und das alles nicht so nah an mich heranzulassen", sagt die 24-Jährige. Gut, dass die älteren Kollegen den Azubis immer zur Seite stehen. Wenn Regina sich etwas von der Seele reden muss, hört ihr auch die Familie zu. Um abzuschalten, geht sie regelmäßig schwimmen oder unternimmt was mit ihren Freunden.

Mit ihrer Ausbildung kann sie auf der ganzen Welt arbeiten. Sobald sie ihren Abschluss in der Tasche hat, will sie noch eine Fortbildung dranhängen, sich am liebsten auf die Pflege auf der Intensivstation spezialisieren. Auch ein berufsbegleitendes Studium der Pflegepädagogik kann sie sich vorstellen. Aber eines ist sicher: "Egal was ich mache, die praktische Arbeit mit den Kindern darf nicht zu kurz kommen!"

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