Pflegestudiengänge

Evi (21)

„Ich lerne, auf Menschen einzugehen.”

Evi studiert Pflege Dual an der Ev. Hochschule Nürnberg.

Pflege kann man auch studieren

Portrait Pflegestudiengänge Manuel
© privat

Manuel (24): "Man darf nicht zimperlich sein!"

Sich um Menschen kümmern, sie pflegen und für sie da sein - für Manuel war das schon seit der Schulzeit sein Berufswunsch. "Nebenbei habe ich immer in einem Altenheim gearbeitet", erzählt der 24-Jährige, der zuerst das Fachabitur im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen und dann noch das Vollabitur gemacht hat. "Irgendwann habe ich mich gefragt: Kann man Pflege auch studieren?" Ja, man kann. An der Ev. Hochschule Berlin ist er jetzt im Studiengang Bachelor of Nursing eingeschrieben. Der Name kommt vom englischen Wort für Krankenschwester oder Pflegerin: "nurse".

"Mein Studium funktioniert berufsbegleitend, darum brauchte ich zusätzlich zum Studienplatz einen Ausbildungsplatz bei einem Kooperationspartner meiner Hochschule", erklärt Manuel. Den bekam er in einem bekannten Berliner Krankenhaus: in der Charité. Dort wird er drei Jahre lang parallel zum Studium zum Gesundheits- und Krankenpfleger ausgebildet.

„Im vierten Studienjahr werde ich nebenher ganz normal arbeiten gehen", erklärt Manuel. Im Moment genießt er aber noch den Doppelstatus als Azubi und Studi, denn der hat Vorteile: Seine Krankenpflegeausbildung bekommt der 24-Jährige bezahlt, wie jeder Azubi, aber eben nicht wie jeder Studi! Der Bachelorabschluss eröffnet ihm dagegen Möglichkeiten, die er mit der Ausbildung allein nicht hätte.

Auf einen Blick

  • Pflegestudiengänge heißen z. B. Bachelor of Nursing, Bachelor Pflege, Bachelor Pflegewissenschaft oder Bachelor Pflege und Gesundheitsförderung
  • Voraussetzung: je nach Hochschule Fachhochschulreife, Abitur oder abgeschlossene Pflegeausbildung
  • Berufseinsteiger/innen mit Bachelorabschluss verdienen bei der Diakonie je nach Bundesland und Tarif: 2.950 bis 3.320 Euro

Passt der Beruf zu mir?

Mehr Hintergrundwissen

"Wir bereiten unsere Studenten darauf vor, dass die Anforderungen in der Gesundheits- und Pflegeversorgung immer komplexer werden", sagt Professor Matthias Zündel von der Ev. Hochschule Berlin. "Dadurch, dass wir Pflege akademisieren, also an der Hochschule lehren, wird der Beruf professioneller." Mehr Hintergrundwissen nutzt den studierten Fachkräften im Arbeitsalltag. Sie lernen viel über Medizin, Naturwissenschaften, den Umgang mit Kranken und Sterbenden, Recht, Wirtschaft und Ökonomie. Manuel bekennt: "Ich mache mir mit meinem Doppelabschluss keine Sorgen um meine berufliche Zukunft."

Was viele nicht wissen: Auch in der Pflege gibt es eine Karriereleiter. "Der Bachelorabschluss öffnet einem die Türen zu nationalen und internationalen Master-Studiengängen", betont Matthias Zündel. Was Manuel angeht: Der freut sich vor allem darauf, nach Ausbildung und Studium Verantwortung zu übernehmen.

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